Die Informationen auf dieser Seite sind nicht mehr aktuell und dienen
nur noch als Archiv. Aktuelle Informationen: Mifuma Rinderfutter
Fütterungsmanagement bei Hochleistungsherden in Grünlandbetrieben
Ergebnisse der Grundlagenforschung
- Maximales Leistungspotential bei optimaler Weide liegt bei 30 kg Milch und max. 19 kg TM-Aufnahme (Kolver & Muller 1998 USA)
-
Begrenzung der Futteraufnahme durch Kauaktivitäten in min/kg TM (Belgien 1999)
Gras Grassilage Maissilage Fresskauen 33,7 6,2 20,2 Wiederkauen 37,3 47,4 39,6 Gesamt 71,0 73,6 59,8 -
Kraftfutterverdrängung bei unterschiedlichen Rationen (Schwarz 1999)
Gras = 15,4 - 0,53 x KF-TM
Grassilage = 14,4 - 0,33 x KF-TM
Maissilage = 12,2 - 0,22 x KF-TM
Interessante Fakten
- Höherer Pufferkapazitätsbedarf bei Silagen wegen Milchsäure.
- Hohes Stärkeangebot fördert kurzfristige Milchsäurebildung und kann zu pH-Absenkung führen.
- Acidosegefahr wird überschätzt.
- ADF/NDF-Fraktion abhängig von Pflanzenzusammensetzung und Genotyp der Gräser (hohes Verbesserungspotential).
- Verdaulichkeit der organischen Masse unterliegt bei gut geführtem Grünland keinen starken jahreszeitlichen Schwankungen.
- Frühjahr bringt mehr wasserlösliche KH (Zucker + Pektine) und mehr fermentierbare organische Substanz, damit bessere Mikrobensynthese
- Variation bis 50 % durch Tageslichtintesität und Nachtemperaturen (viel Sonne und kühle Nächte = hohe Zuckergehalte im Gras)
- Kräuteranteil kann Futteraufnahme fördern (Forschungspotential)
Fütterungstipps für Hochleistungsherden
- Pansensynchronisation durch Zufütterung von 2-4 synchronem Kraftfutter zu guter Gras-/Weidequalität. Maximal 2 kg je Mahlzeit.
- Rohfaserangebot über Heu/Stroh bei sehr jungem Gras mit geringer TM notwendig.
- Mais-Energie plus ist auf Grasfütterung mit guten Proteingehalten abgestimmt.
- Weizen Trockenschnitzel=2/3 schnell fermentierbare Kohlenhydrate Mais=1/3 langsam fermentierbare Kohlenhydrate (verhindert Acidose)
- Zufütterung von Elite-oder Spezialfutter mit hoher Energiekonzentration zur Reduzierung der Grundfutterverdrängung.
- Mineral-und Spurenelementausgleich über Leckschalen erforderlich. Vitaminisierung bei Weidegang nicht notwendig.
- N-Bilanz bei Grünlandbetrieben und Grundfutterleistung unter 50 % problematisch. Mineraldüngereinsatz nach guter fachlicher Praxis nicht möglich!
- Gras-/Weiderationen erfordern gezielte pansensynchrone Ausgleichsfutter zur Erzielung von Hochleistungen.
- Hohe Grasanteile können zu niedrigen Futterkosten führen.
Pansensynchronisation am Beispiel: (Fermentation der Nährstoffe im Pansen)
| Stickstoff-Verbindungen | Kohlenhydrat-Verbindungen | |||||
| schnell | langsam | stabil | schnell | langsam | stabil | |
| junges Gras | ++++ | ++ | + | + | + | 0 |
| Mais-Energie plus | +++ | + | ++ | |||
| S 19 plus | + | ++ | + | ++ | ++ | + |
++++ = sehr hoch , ++ = hoch , ++ = mittel , + = niedrig , 0 = kein Gehalt
27.08.2004
Quelle: Muskator-Werke
![zur Startseite [Startseite]](/images/logo-etteldorf.gif)
