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Rohöl im freien Fall - Heizöl wenig verändert
 
(19.12.2008) Auch gestern kamen die Rohöl-Futures trotz des Förderkürzungsbeschlusses der OPEC erneut stark unter Druck. Die weiter sehr hohe Inlandsnachfrage nach Heizöl sorgt dafür, dass die Notierungen hier derzeit kaum folgen können.

Aktuell werden die führenden WTI-Rohöl-Futures mit nur noch 36,50 US-Dollar pro Barrel gehandelt, Nordseeöl "Brent" zur Lieferung Februar steht bei 43,70 Dollar. Der Euro muss nach der Rallye der letzten Tage Verluste einstecken und kostet nur noch knapp 1,43 US-Dollar.

Eine weltweit weiter zurückgehende Nachfrage und Zweifel an der Umsetzbarkeit der OPEC-Beschlüsse ließen die Rohöl-Futures gestern Abend an der New York Mercantile Exchange (Nymex) auf den tiefsten Stand seit Mitte 2004 fallen.
Analysten beobachten eher eine zögerliche Umsetzung der bereits beschlossenen Förderkürzungen und glauben so, dass das Überangebot auch in den nächsten Wochen und Monaten groß bleiben wird.
Auch charttechnisch stehen die Ampeln weiterhin auf "Grün" in "Richtung Süden". Der schnelle und deutliche Durchbruch durch die 40-Dollar-Marke löste weitere Verkaufsorders aus.
Alles deutet derzeit hin, dass nur erste positive Signale aus der Realwirtschaft eine Wende am Ölmarkt herbeiführen können. Wann dies jedoch geschehen wird, steht in den Sternen.

Auch in Europa werden die Zinsen wohl weiter fallen, was den Euro gestern deutlich von den Hochs bei 1,47 US-Dollar zurückkommen ließ. Auch Gewinnmitnahmen spielten hier sicher eine große Rolle, nach dem rasenten Anstieg um fast 20 Cent innerhalb weniger Tage.

Etwas Sorgen bereitet der Heizölpreis, der rechnerisch eigentlich deutlich günstiger liegen müsste, derzeit aufgrund der Lieferengpässe in manchen Regionen aber nur sehr zögerlich nachgibt. Sobald sich die Staus im neuen Jahr aber aufgelöst haben, dürften die Preise bei stabilen Rahmenbedingungen aber weiter nachgeben.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)