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Heizöl-Markt: Gute Versorgungslage bringt Ölpreis weiter unter Druck
 
(01.07.2010) Auch in dieser Woche sind die US-Ölbestände im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht angestiegen, was Ausdruck für die derzeit mehr als gute Versorgungslage ist und so Ölpreise und Heizöl-Notierungen weiter unter Druck bringt.

Aktuell stehen die WTI-Rohöl-Futures nur noch bei 74,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der Nordseemarke "Brent" kostet 74,40 Dollar. Der Euro tendiert seitwärts und wird zur Stunde knapp oberhalb der 1,22-Dollar-Marke gehandelt.

Trotz einer deutlich geringeren Raffinerieauslastung sind die Ölbestände in den USA nach den Erhebungen des Department of Energy (DOE) in Summe um eine Million Barrel angestiegen.
Vor allem der deutliche Anstieg bei den Destillaten (+ 2,5 Mio.) und bei Benzin (+ 0,5 Mio. Barrel) überraschte die Börsianer, während es bei den Rohölvorräten ein Minus von zwei Millionen Barrel gab.
Folgerichtig ging es mit den Kursen nach Veröffentlichung auch spontan bergab.
Da half auch die zum Börsenstart an sich recht gute Stimmung am Aktienmarkt wenig, die mit positiven Konjunkturdaten und einem anziehenden Euro begründet wurde.

Dieser konnte im gestrigen Handelsverlauf den Abwärtstrend der letzten Tage stoppen und phasenweise sogar kräftig auf über 1,23 US-Dollar zulegen. Verantwortlich hierfür war der weitaus geringere Refinanzierungsbedarf der europäischen Banken im Zuge der heute fälligen Rückzahlung der insgesamt 442 Millionen Euro an die EZB, die diese vor einem Jahr mit einem Zinssatz von einem Prozent zur Krisenbewältigung zur Verfügung gestellt hatte.

So können die Heizölpreise heute wohl den dritten Tag in Folge nachgeben, was auch insofern erfreulich ist, dass dadurch die derzeit sehr schwache Nachfrage stimuliert werden könnte. Denn sollte diese auch in den nächsten Wochen nicht deutlich anziehen, ist für den Herbst ein ähnlicher Bestellboom zu erwarten, wie dies im Herbst 2008 der Fall war. Die Folge wären extrem lange Lieferzeiten und steigende Margen bei den Raffineriekonzernen.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)