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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise geben wieder nach - Streikende in Kuwait!
 
(20.04.2016) Der Ölarbeiterstreik in Kuwait wurde in der Nacht überraschend beendet und so geben die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten heute morgen wieder nach, nachdem gestern weitere Aufschläge zu konstatieren waren. In Folge können die Heizöl-Notierungen, auch dank leichter Währungsgewinne, mit Abschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 42,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 39,85 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1360 US-Dollar gehandelt.

Durch den Streik der Ölarbeiter in Kuwait, der beinahe die komplette Überversorgung mit einem Schlag vom Markt genommen hat, wurde den Börsianern vor Augen geführt, wie schnell der Markt auch wieder drehen kann und so trieben massive Käufe die Rohölpreise nach oben.
Hinzu kamen am Vormittag sehr gute Konjunkturdaten aus Europa, wo der ZEW Konjunkturerwartungsindex per April eu-weit von 10,6 im Vormonat, auf 21,5 Punkte angesprungen ist. Erwartet wurde lediglich ein Wert von 8,8 Zähler.
Eher schwache Wirtschaftsindikationen lieferte am Nachmittag die USA, wo die Zahl der Wohnbaubeginne im März von 1,19 auf 1,08 Mio. zurückgegangen ist und auch die Baugenehmigungen deutlich unter den Erwartungen lagen. Schlecht fielen in dieser Woche auch die Einzelhandelsumsätze (Redbook) aus, die einen Rückgang um 3,1 Prozent verzeichneten.
Trotzdem zogen die Ölpreise im Laufe des Tages weiter bis knapp zu den bisherigen Jahreshöchststände an.
Nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) dann auch noch bullish zu wertenden Ölbestandsdaten, denn diese gingen in Summe um 0,4 Mio. Barrel zurück, während die Analysen im Vorfeld mit einem leichten Plus gerechnet hatten.
Die Meldung über das Streikende in Kuwait setzt sich heute Morgen dann aber doch durch und so geben die Futures im asiatischen Handel nach.

Am Devisenmarkt konnte der Euro zweifelsohne von den überraschend guten Konjunkturdaten (ZEW-Index) profitieren und gegenüber der Ölwährung US-Dollar weitere Gewinne verbuchen. Der "Greenback" wurde dann am Nachmittag zusätzlich von den schwachen US-Wirtschaftszahlen belastet.

Gute Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten bis moderaten Abschlägen in den Handel starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von maximal einem halben Cent pro Liter erwarten. Je nach Nachrichtenlage kann sich das derzeit wieder schnell ändern.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)