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Heizöl-Markt aktuell: Höhere US-Ölbestände bremsen Anstieg der Ölpreise
 
(12.10.2017) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten im gestrigen Handelsverlauf leichte Gewinne erzielen, wurde aber von gestiegenen US-Ölbeständen ausgebremst. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar ebenfalls weiter zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute stabil bis leicht nachgebend in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 56,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 51 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1875 US-Dollar gehandelt.

Nach einem impulslosen Wochenauftakt standen gestern wichtige Ereignisse auf der Agenda der Ölhändler.
Am frühen Nachmittag wurde zunächst der Monatsreport der OPEC veröffentlicht, in dem die globale Ölnachfrage für dieses und nächstes Jahr leicht nach oben korrigiert wurde. Gleichzeitig geht man davon aus, dass die Produktion der Nicht-OPEC-Länder zurückgehen wird, sodass der Bericht unterm Strich bullish, also preistreibend gewertet wurde. Allerdings stieg die Fördermenge der Kartellmitglieder im September im Vergleich zum Vormonat leicht an, was etwas dämpfend wirkte.
Auch die Statistik-Abteilung des US-Energieministeriums (EIA) gab gestern ihren Monatsbericht heraus. Hier erwartet man im nächsten Jahr einen leicht zurückgehenden globalen Ölverbrauch, allerdings ebenso eine verminderte globale Ölförderung, wodurch sich die Marktlage weiter ausgleichen dürfte und nur noch mit einer sehr geringen Überversorgung zu rechnen ist.
Auch dieser Bericht kann unterm Strich bullish gewertet werden.
Preisdrückend fielen hingegen die API-Ölbestandsdaten aus, die feiertagsbedingt erst gestern Abend nach Börsenschluss veröffentlicht wurden. Hier gab es einen überraschenden Aufbau von in Summe 3,5 Millionen Fass, während die Analysten im Vorfeld mit einen Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet hatten.
Dies hat einen Teil der gestrigen Gewinne wieder ausgeglichen und heute morgen starten die Rohölpreise recht stabil in den asiatisch und europäisch geprägten Handel.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auch gestern wieder zulegen. In Spanien wächst der Druck auf die katalanische Regierung, was die Gemeinschaftswährung tendenziell stützt. Gleichzeitig gerät der "Greenback" durch zunehmende Unsicherheiten im US-Notenbankkreisen, was die die geplante Zinserhöhung betrifft, etwas unter Druck.

Insgesamt zeigen sich die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt aber recht stabil und so ist auch heute mit wenig Kursveränderung zu rechnen. Rein rechnerisch sollten die Heizölpreise mit leichten Abschlägen von 0,1 bis 0,3 Cent pro Liter in den Handel starten, was sich aber im Laufe des Tages schnell wieder ändern kann, zumal um 16.30 Uhr die wichtigen DOE-Ölbestandsdaten vermeldet werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)