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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise vor OPEC-Meeting kaum verändert
 
(28.11.2017) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern ihren Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fortgesetzt und sind nur wenig verändert aus dem Handel gegangen. Bei weitgehend stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach relativ stabil in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 63,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57,80 Dollar. Der Euro musste im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird derzeit zu Kursen um 1,1895 US-Dollar gehandelt.

Das Warten auf das Treffen der OPEC-Länder mit anderen wichtigen Nicht-OPEC-Staaten am kommenden Donnerstag in Wien geht weiter. Anders als vor den letzten Meetings, bleibt es im Vorfeld bislang aber relativ ruhig und es gibt kaum Mitteilungen, Statements oder Spekulationen. Es scheint wohl Einigkeit zu bestehen!
Auch am Markt geht man mehrheitlich davon aus, dass das vor ca. einem Jahr ins Leben gerufene und bislang auch recht erfolgreiche Förderabkommen vorzeitig bis zum Ende des nächsten Jahres verlängert werden wird.
Auch wenn das Ergebnis die Rohölpreise am Donnerstag sicherlich kurzzeitig beeinflussen wird, dürfte sich am fundamentalen Umfeld so schnell nichts ändern. Denn Fakt bleibt wohl, dass das Angebot auf absehbare Zeit weiter verknappt werden wird, was aber letztendlich nicht von Beschlüssen, sondern natürlich vom Willen und der Quotendisziplin der einzelnen Teilnehmerländer abhängig sein wird.
Diese scheint weiterhin sehr hoch zu sein, denn die Ölbestände der OECD-Länder lagen nach Aussage von OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo per Oktober nur noch 140 Millionen Barrel über dem 5-Jahresdurchschnitt. Im September waren es noch 154 Mio. Fass. Ziel des Förderabkommens ist es, die Vorräte auf den Durchschnitt der letzten 5 Jahre zu drücken.
Auch sonst gab es erneut kaum neue Markt bewegende Meldungen. Lediglich aus den USA wurden die Verkäufe neuer Häuser per Oktober vermeldet, die mit 685.000 deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen. Diese hatten im Vorfeld nur mit 625.000 Einheiten gerechnet.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar von den guten Zahlen vom Immobilienmarkt profitieren und im Vergleich zum Euro wieder etwas zulegen. Zudem wurde die Gemeinschaftswährung nach den schönen Aufschlägen der Vortage wohl auch von Gewinnmitnahmen belastet.

Trotz der leichten Währungsverluste werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland voraussichtlich ohne große Veränderung in den heutigen Handelstag starten. Wie auch am Rohölmarkt wird es wohl erst am Donnerstag wieder größere Bewegungen geben. Wie stark diese sein und in welcher Richtung sie gehen werden, ist derzeit aber kaum absehbar.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)