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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise nach Bestandsdaten erneut weicher!
 
(07.12.2017) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf erfreulicherweise deutliche Verluste hinnehmen müssen. Obwohl auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute mit schönen Abschlägen in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter unter die 1,18-Dollar-Marke zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1795 US-Dollar gehandelt.

Die bullishe Wirkung der Absichten von US-Präsident Trump, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, ließ gestern am Ölmarkt schnell nach und schon am Vormittag gerieten die Rohölpreise bei unterdurchschnittlich hohen Umsätzen unter Druck.
Neue Markt bewegende Meldungen gab es dabei kaum und so war dieser Rückgang wohl einzig und allein technischen Faktoren geschuldet.
An den gestern veröffentlichten Konjunkturdaten konnte es jedenfalls kaum gelegen haben, denn diese fielen überwiegend positiv aus. So stiegen die Arbeitsaufträge der deutschen Industrie per Oktober um 0,5 Prozent, während im Vorfeld ein leichtes Minus von 0,3 Prozent erwartet worden war. Auch der EU-Einkaufsmanagerindex aus dem Einzelhandel konnte per November mit 52,4 Punkten überzeugen. In den USA wurden per November 190.000 neu geschaffene Jobs vermeldet, was ebenfalls über den Erwartungen lag.
Die mit Spannung erwarteten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) brachten einen Zuwachs von in Summe knapp drei Millionen Barrel, was zwar deutlich über der Analystenschätzung von plus 0,3 Mio. Fass, jedoch ebenso deutlich unterhalb des gestern vom American Petroleum Institute (API) vermeldeten Aufbaus von ca. acht Millionen Barrel lag.
Dennoch wurden die Zahlen unterm Strich bearish interpretiert und so ging es am Abend mit dem Ölkomplex weiter gen Süden und die Futures schlossen dann auch auf Tagestiefstand.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro in diesen Tagen im Vergleich zum US-Dollar unter Druck. Die zuletzt relativ gut ausgefallenen Konjunkturdaten und die kürzlich verabschiedete Steuerreform stützen den "Greenback". So fiel die Gemeinschaftswährung erstmals sei mehr als zwei Wochen wieder unter die 1,18-Dollar-Marke zurück.

Trotz der Währungsverluste, werden die Heizöl-Notierungen heute die guten Vorgaben vom Rohöl-Markt wohl aufnehmen und aller Voraussicht nach mit deutlichen Abschlägen in den Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht jedenfalls ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,8 Cent pro Liter erwarten. Derzeit liegen die Preise auf dem niedrigsten Stand seit Anfang November und bieten eine gute Gelegenheit, die Tanks vor den kalten Tagen und den anstehenden Feiertagen rechtzeitig aufzufüllen.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)