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Heizöl-Markt aktuell: Brent-Ölpreise bald bei 70 Dollar? - Heizölpreise steigen weiter!
 
(09.01.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigen sich auch zu Beginn der ersten vollen Handelswoche weiterhin fest und so stehen heute Morgen im Tagesvergleich erneut Pluszeichen an den Kurstafeln. Da gleichzeitig der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute mit leichten bis morderaten Aufschlägen in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 68,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,15 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert, fällt unter die 1,20-Dollar-Marke und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1960 US-Dollar gehandelt.

Die Verbraucher in aller Welt müssen sich wohl bis auf weiteres auf höhere Ölpreise einstellen. Vermeintlich preisdrückend zu wertende Meldungen, wie eine wieder gestiegene Ölproduktion in Libyen, wo die Förderung nun wieder bei einer Million Barrel pro Tag liegen soll und die Nachricht, dass der Irak ab Januar wieder Öl aus Kirkuk in den Iran exportieren will, finden derzeit am Markt kein Gehör und so können die Öl-Futures scheinbar problemlos ihr hohes Niveau halten bzw. weiter ausbauen.
Nachdem in dieser Woche wieder fallenden US-Ölbestände erwartet werden, stiegen die Rohölpreise gestern Nachmittag dann auch wieder an und bei der US-Sorte "West Texas Intermediate" wurde heute Morgen der höchste Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht.
Ein weiteres "Problem" ist die derzeit die sehr gute globale Wirtschaftsentwicklung. Auch gestern wurden wieder überwiegend gute Konjunkturdaten aus der EU vermeldet. Hier lagen die Einzelhandelsumsätze per November mit einem Plus von 2,8 Prozent deutlich über der Erwartung von 2,2 Prozent und die Geschäfts- und Verbraucherstimmung stieg im Dezember von 114,6 auf 116 Punkte an.
Heute Morgen gab es bereits gute Zahlen aus Deutschland, wo die Industrieproduktion per November um 3,4 Prozent gestiegen ist und die Handelsbilanz ein Plus von 22,3 Milliarden erreichte. Anlasten hatten im Vorfeld lediglich mit 20,9 Milliarden gerechnet.

Dem Euro nützt das derzeit jedoch wenig, denn im Vergleich zum US-Dollar ist dieser in den letzten Tagen ins Hintertreffen gelangt und auch gestern gab es wieder deutliche Verluste. Begründet wird dies mit technischen Verkaufsdruck, nach dem kräftigen und wohl eher unbegründeten Anstieg zum Jahreswechsel.

Insgesamt also keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit Aufschlägen in den Handel starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor ist hierzulande kein richtiger Winter in Sicht und so dürfte die Nachfrage auch in den nächsten Tagen eher unterdurchschnittlich bleiben.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)